Pfadangabe: Aquakultur /Teichwirtschaft /

Was bei nahezu allen Nutztieren, ob Schwein, Rind oder Geflügel, gang und gäbe ist, bildet bis heute bei der gesunden Nahrungsquelle Fisch noch die Ausnahme: die nachhaltige Produktion in Zuchtbetrieben, die die Wildbestände schont.
Gleichwohl gibt es jahrzehntelange, erfolgreiche Erfahrungen mit der Fischzucht. Die Anfänge lagen dabei in der so genannten Teichwirtschaft, der Zucht von Binnenfischen mit herkömmlichen Methoden. Hierzu verwendet man hauptsächlich künstlich angelegte Teiche, die bewirtschaftet werden. Damit ist die Teichwirtschaft ein Teil der Landwirtschaft, insbesondere der Tierzucht.
Die Teichwirtschaft bedient sich für einzelne Zwecke auch anderer Methoden als der reinen Teichhaltung. Die Erbrütung und Brutaufzucht erfolgt in der Regel in Kunststoffbecken in Bruthäusern, deren Wasserversorgung meist durch Brunnen- oder Quellwasser erfolgt. Manche Betriebe sind auf die Erzeugung von Jungfischen spezialisiert und halten sie bis zum Verkauf an Aufzuchtbetriebe in Rundbecken.
Ein wesentlicher Nachteil ist indes, dass die Teichwirtschaft traditionell ausschließlich auf Süßwasserfische konzentriert ist und zum anderen die erzielbaren Mengen zumeist nur für eine regionale Vermarktung ausreichen.